Die besondere, krebsbekämpfende Wirkung
von Grüntee(-)-Epigallocatechin-3-Gallat (EGCG)
Amino Acids 2002; 22 (2): 131-43
Wang Y.C.; Bachrach U.
Department of Molecular Biology, Hebrew University-Hadassah Medical School,
Jerusalem, Israel.
Die Wirkung des Grünteepolyphenols-(-)Epigallocatechin-3-Gallat
(EGCG) wurde in Kulturen von normalen und transformierten NIH-pATM
ras Fibroblasten untersucht. In diesem System kann die Transformation
durch Zugabe von Dexamethason willkürlich induziert werden.
Dies ermöglicht einen aussagekräftigen Vergleich
der Anfälligkeit von normalen und transformierten Zellen
gegenüber EGCG. Es wurde festgestellt, dass EGCG das Wachstum
von transformierten, jedoch nicht von normalen Fibroblasten
hemmte. In einem Versuch, bei dem die Art und Weise der bevorzugten
Inhibition von EGCG erklärt werden sollte, wurde dessen
Wirkung auf wachstumsfördernde Faktoren untersucht. Die
Konzentration von Ornithin-Decarboxylase (ODC, EC 4.1.1.17),
welche ein Anzeichen für Zellproliferation ist, wurde
durch EGCG in den transformierten, jedoch nicht in den normalen
Zellen reduziert. EGCG zeigte weiterhin eine starke Inhibition
der Aktivität der Tyrosinkinase und Mitogen-aktivierter
Proteinkinase (MAPK), ohne dabei die Kinasen in den normalen
Zellen zu beeinträchtigen. Ähnlich verringerte EGCG
auch die Konzentration der Onkogene Ras und Jun in den transformierten
Zellen. EGCG induzierte bevorzugt die Apoptose in den transformierten
Fibroblasten. In-vitro chemosensitive Tests haben gezeigt,
dass EGCG die Proliferation von Leukämiezellen hemmt.
Diese Erkenntnisse lassen die Schlussfolgerung zu, dass EGCG
eine mögliche therapeutische Wirkung im Kampf gegen Krebs
hat. |