(-)-Epigallocatechin Gallat, der Hauptbestandteil
des japanischen grünen Tees, hemmte die Tumorausbreitung
mittels Okadainsäure
Fukuoka Igaku Zasshi 1996 Oct;87(10):215-21
Yoshizawa S
Erste Abteilung für Innere Medizin, Medizinische Fakultät,
Kyushu University, Fukuoka.
(-)-Epigallocatechin Gallat (EGCG), der Hauptbestandteil
des grünen Tees, verhinderte die tumorale Ausbreitung
von Okadainsäure in einem zweistufigen Karzinogenese-Experiment
auf Mäusehaut. Die Gruppe wurde mit einer Verabreichung
von 100 Mikrogramm 7, 12-Dimethylbenza(a)nthracen behandelt,
auf die verschiedene Verabreichungen von 1 Microgramm Okadainsäure
folgten, mit dem Ergebnis einer Tumorinfizierung bei 80%
der Mäuse und durchschnittlich 4,7 Tumoren pro Maus
in der 20. Woche. Wiederholte Verabreichungen von 5mg EGCG
vor der Verabreichung von Okadainsäure hemmte die Tumorbildung
bei Mäusen vollständig bis zur 20. Woche. Die hemmenden
Effekte des EGCG mit zwei unterschiedlichen Dosen pro Verabreichung,
i.e. 1 Milligramm und 5 Milligramm, waren dosierungsabhängig.
Eine topische Verabreichung von 5 mg EGCG verringerte die
spezifische Bindung von [3H]Okadainsäure auf einen Teilbereich
der Mäusehaut von nur 30% der Kontrollgruppe. Gemäß der
Scatchard Analyse war die Herabsetzung der spezifischen [3H]Okadainsäure-Bindung
vorwiegend auf die Verringerung der Bindungsbereiche zurückzuführen
und nicht auf eine Veränderung der Affinität. Die
Herabsetzung der spezifischen Bindung stand in enger Beziehung
zu dem hemmenden Effekt des EGCG auf die Tumorausbreitung
mittels Okadainsäure. Da es sich bei EGCG um eine nicht
toxische Verbindung handelt, die in Japan als grüner
Tee täglich eingenommen wird, ist EGCG eines der am
besten geeigneten Mittel zur praktischen, chemopräventiven
Krebsvorsorge. |