Inhibition der Fibroblasten-Wachstumsfaktoren
durch grünen Tee
Int J Oncol September 2002; 21(3): 487-91
Sartippour M.R.; Heber D.; Zhang L.; Beatty P.; Elashoff
D.; Elashoff R.; Go V.L.; Brooks M.N.
Department of Surgery, Division of Oncology, Universität von Kalifornien,
Los Angeles CA 90095, USA.
Untersuchungen haben gezeigt, dass grüner Tee das Krebsrisiko
senken kann. Es gilt als weitgehend anerkannt, dass der Hauptwirkstoff
von grünem Tee EGCG (Epigallocatechin-3-Gallat) ist.
In unserer vorangegangenen Studie haben wir die Wirkung von
grünem Tee auf das Brustkrebswachstum und Endothelzellen
in in-vitro-Versuchen und in Tiermodellen untersucht. Unsere
gewonnen Daten zeigen, dass sowohl gemischter Grünteeextrakt
(GTE) als auch seine einzelnen Catechinkomponenten sowohl
Brustkrebs als auch die Proliferation von Endothelzellen
in vitro wirksam hemmen, und dass GTE die Brustkrebs-Xenograftgröße
unterdrückt und die Dichte von Tumorblutgefäßen
in vivo senkt. In der vorliegenden Studie weisen wir weiterhin
nach, dass 40 µg/ml GTE oder EGCG die Konzentrationen
des angiogenen Faktors bFGF (grundlegender Fibroblast-Wachstumsfaktor)
in den Zellen verringern kann. Dieses Phänomen wird
sowohl bei menschlichen Nabelvenen-Endothelzellen (HUVEC)
als auch bei menschlichen Brustkrebszellen MDA-MB231 beobachtet.
Diese Wirkung ist dosisabhängig. Weiterhin erhöhen
GTE und EGCG die Transkriptkonzentrationen von bFGF und aFGF
(saurer Fibroblasten-Wachstumsfaktor) in Nabelvenen-Endothelzellen
(HUVEC) und in den Zellen MDA-MB231. Unsere Erkenntnisse
lassen vermuten, dass die Inhibition der angiogenen Fibroblasten-Wachstumsfaktoren
eine der Wirkungsmechanismen des grünen Tees erklären
könnte. Da Krebs angiogeneseabhängig ist, erklärt
dies möglicherweise zum Teil die antineoplastische Wirkung
in Zusammenhang mit dem Konsum von grünem Tee. |