Chemopräventive Wirkung gegen Krebs und
Bioverfügbarkeit von Tee und Polyphenolen des Tees
Lambert JD, Yang CS.
Abteilung für Chemische Biologie, Labor für Krebsforschung,
Rutgers, Staatliche Universität von New Jersey, 164 Frelinghuysen
Road, Piscataway, NJ 08854, USA.
Der Konsum von Tee (Camellia sinensis) wurde mit vielen
gesundheitlichen Vorteilen, einschließlich der Prävention
von Krebs, in Verbindung gebracht. Auf der Grundlage von
in vitro Experimenten wurden viele Mechanismen vorgeschlagen,
die für die chemopräventive Wirkung gegen Krebs
verantwortlich sein sollen. Die Bedeutung einiger dieser
Mechanismen in vivo ist auf Grund des unvollständigen
Verständnisses der Bioverfügbarkeit der polyphenolischen
Verbindungen im Tee noch fraglich. In diesem Artikel wird
die Literatur über die chemopräventive Wirkung
des Tees und der Polyphenole im Tee gegen Krebs sowie einige
der möglichen Mechanismen für diese Wirkung diskutiert.
Während Untersuchungen an Tiermodellen und mit Zelllinien
eine krebsvorbeugende Aktivität nachgewiesen haben,
bleiben die epidemiologischen Angaben noch unklar. Die Diskrepanz
kann durch verschiedene Faktoren einschließlich Lebensstil,
Korrelation zwischen Tiermodellen und Menschen sowie Unterschiede
im Stoffwechsel der Individuen hervorgerufen werden. Ergebnisse
bezüglich der Bioverfügbarkeit und biologischer
Umwandlung der Polyphenole des Tees erklären einige
dieser Unterschiede. Wir hoffen, dass dieser Artikel Forschungsbemühungen
zu einigen wichtigen Fragestellungen in Bezug auf die Bioverfügbarkeit
von Polyphenolen des Tees und die chemopräventive Wirkung
gegen Krebs auslöst. |