Grüner Tee und Chemoprävention des
Krebses.
Mutat Res 1999 Jul 16; 428(1-2): 339-44
Suganuma M; Okabe S; Sueoka N; Sueoka E; Matsuyama S;
Imai K; Nakachi K; Fujiki H
Saitama Zentrales Krebsforschungsintitut, Ina, Kitaadachi-gun, Saitama
362-0806, Japan
Das weltweite Interesse für den grünen Tee als
krebsvorbeugendes Mittel für den Menschen hat zugenommen,
weil es nicht toxisch ist und in einem weiten Bereich der
Organe wirksam. (-)-Epigallocatechin-Gallat (EGCG) ist der
Hauptbestandteil des grünen Tees; die anderen sind (-)-Epicatechin-Gallat,
(-)-Epigallocatechin und (-)-Epicatechin (EC). Der vorliegende
Bericht zeigt die Ergebnisse unserer neuesten pharmakologischen
und biochemischen Studien mit 3H-EGCG auf, zusammen mit Studien
an Menschen. Die Studie über die biologische Wirksamkeit
von 3H-EGCG bei Mäusen zeigte die weite Verbreitung
des Markers in zahlreichen Organen. Insbesondere fand man
eine Aktivität in allen berichteten Zielorganen von
EGCG und des Extrakts des grünen Tees (Verdauungstrakt,
Leber, Lunge, Pankreas, Brustdrüse und Haut), wie auch
in anderen Organen (Gehirn, Niere, Uterus und Eierstöcken
oder den Hoden) bei Mäusen. Kürzlich haben wir
nachgewiesen, dass EC die Einbindung von 3H-EGCG in menschliche
Lungenkrebszellenlinie PC-9 erhöht. EC, zusammen mit
anderen krebspräventiven Mitteln, steigerte auch synergistisch
die Apoptose in PC-9-Zellen, induziert durch EGCG. Darüber
hinaus hat eine Fallkontrollstudie bei Brustkrebspatienten
gezeigt, dass ein hoher täglicher Konsum von grünem
Tee zu einer niedrigeren Rückfallrate bei Patienten
der Stufe I und II führte. Alle Ergebnisse weisen darauf
hin, dass der Konsum von grünem Tee ein praktisches
und wirksames Mittel zur Vermeidung von Krebs ist, und dies
sowohl vor dem Auftreten eines Krebses als auch nach der
Krebsbehandlung. |