Antikarzinogene Wirkungen von (-)-Epigallocatechin-Gallat
Prev Med 1992 Jul; 21 (4): 503-9
Fujiki H; Yoshizawa S; Horiuchi T; Suganuma M; Yatsunami
J; Nishiwaki S; Okabe S; Nishiwaki-Matsushima R; Okuda
T; Sugimura T
Abteilung Krebsprävention, Nationales Krebsforschungsinstitut, Tokio,
Japan.
HINTERGRUND: Ziel unserer Forschung ist es, nicht toxische
chemopräventive Mittel gegen Krebs zu entwickeln und
diese für die Behandlung beim Menschen anzuwenden. Wir
identifizieren zurzeit Stoffe, die die Tumorentwicklung in
zweistufigen Karzinogenese-Experimenten auf der Mäusehaut
hemmen.
ANGEWANDTE METHODE: Wir prüfen: (a) die hemmende Wirkung von penta-O-Galloyl-beta-D-Glukose
(5GG) auf die Entwicklung des Tumors mittels Teleocidin, einer der 12-O-Tetradecanoylphorbol-13-Acetat-(TPA)-artigen
Tumor-Promoter (5GG ist in seiner Struktur dem (-)-Epigallocatechin-Gallat
(EGCG) ähnlich und wird von hydrolisierter Gallussäure abgesondert);
(b) die hemmenden Wirkungen von EGCG, dem Hauptbestandteil von grünem
japanischen Tee auf die Entwicklungsphase von Tumoren mit zwei Tumor-Promotern,
Teleocidin und Okadain Säure, einem nicht-TPA-artigen Tumor-Promoter;
(c) die Wirkungsweise von EGCG, das bei einer einmaligen Anwendung die
spezifische Bindung von [3H]TPA und [3H]Okadain Säure auf einen
Teilbereich der Mäusehaut herabsetzte; und (d) die antikarzinogene
Wirkung von EGCG auf die duodenale, durch N-Ethyl-N'-Nitro-N-Nitrosoguanidin
induzierte Karzinogenese bei männlichen C57BL/6 Mäusen. EGCG
ist eine nicht toxische Verbindung.
SCHLUSSFOLGERUNG: Wir sind der Meinung, dass der Hauptbestandteil von
grünem japanischen Tee, das EGCG, ein praktisches chemopräventives
Mittel gegen Krebs darstellt, das im täglichen Leben zur Verfügung
steht. |