Antiklastogene, antigenotoxische
und apoptotische Aktivität von Epigallocatechingallat, einem Polyphenol
des grünen Tees
Roy M, Chakrabarty S, Sinha D, Bhattacharya RK, Siddiqi
M.
Abteilung für umweltbedingte Karzinogenese und
Toxikologie, Chittaranjan National Cancer Institute, 37 SP
Mukherjee Road, Kolkata 700 026, India.
Die Veränderung von Umständen, die für die
Karzinogenese oder für Krebszellen charakteristisch
sind, wird mit Nachdruck als eine zweckmäßige
Strategie zur Krebskontrolle hervorgehoben. Das Polyphenol
des grünen Tees, Epigallocatechin-Gallat (EGCG), erwies
sich als hoch aktives, chemopräventives Mittel gegen
Krebs. Gewisse zelluläre und molekulare Vorgänge,
die für die Karzinogenese wichtig sind, werden ebenfalls
durch EGCG verändert. Die vorliegende Untersuchung wurde
durchgeführt, um die Wirkungen von EGCG auf die genetische
Veränderung der Zelle und DNS-Schädigung zu untersuchen,
die durch toxisches H 2 O 2 und karzinogenes N-Methyl-N'-Nitro-N-Nitrosoguanidin
(MNNG) in V-79 Zellkulturen bei chinesischen Hamstern verursacht
wurden. Es wurde festgestellt, dass genetische Veränderungen
der Zelle, offensichtlich durch die Bildung von Mikrozellkernen
und DNS-Schäden, die mit einer Gel-Elektrophorese einzelner
Zellen sichtbar gemacht wurden, durch EGCG in dosisabhängiger
Weise signifikant unterdrückt wurden. Zellen, die vorab
mit EGCG inkubiert wurden, waren gegen eine nachfolgende
Schädigung durch die genotoxischen Mittel geschützt.
Die Apoptose, ein hoch organisierter, physiologischer Mechanismus
für die Beseitigung von beschädigten oder abnormalen
Zellen, ist ebenfalls in die mehrstufige Karzinogenese verwickelt.
Mit der Apoptose können initiierte Zellen, Zellen, die
sich in einem fortgeschrittenen Stadium befinden, oder völlig
umgewandelte Zellen eliminiert werden. Es wurde beobachtet,
dass EGCG das Wachstum und die Zellvermehrung von K-562 Zellen,
die der chronischen myelogenen Leukämie des Menschen
entstammen, unterdrückte. Die morphologischen Merkmale
der behandelten Zellen und die charakteristische DNS-Fragmentierung
zeigten, dass die Zytotoxizität aufgrund der Auslösung
der Apoptose auftrat. Dies wurde durch die Aktivierung von
Kaspase 3 und Kaspase 8 vermittelt. Die Ergebnisse zeigen,
dass EGCG nicht nur normale Zellen gegen genotoxische Gefahren
schützt, sondern auch Krebszellen durch Auslösung
von Apoptose eliminiert. |