
07.01.2005
Die Täuschung der Öffentlichkeit durch die Mainzer Pharma-Clique geht weiter
Am 6. Januar, mehr als zwei Monate nach Dominiks Tod, legten die Mainzer Pathologen ihren Abschlussbericht zur angeblichen Todesursache vor. Sie waren von der Staatsanwaltschaft Koblenz als sogenannte „Gutachter“ eingeschaltet worden. Was jetzt vorliegt, ist eine Provokation von Millionen Menschen, die ein Recht auf die Wahrheit haben. Dies merkte offensichtlich auch die Koblenzer Staatsanwaltschaft: In ihrer Pressemitteilung vom 6.1.2005 distanziert sie sich unübersehbar von diesem fragwürdigen Machwerk und zitiert quasi nur noch den „beauftragten Sachverständigen“, den Mainzer Pharma-Handlanger Reinhard Urban.
Aus dem Medizinskandal darf kein Justizskandal werden. Deshalb ist eine sachliche Bewertung des Mainzer Berichts durch alle Betroffenen geboten:
- In dem vorläufigen Untersuchungsbericht der Mainzer vom 19. November 2004 wird die Todesursache eindeutig beschrieben: ein Tumor in Dominiks Brust, der dort die Funktion der lebenswichtigen Organe (Herz und Lunge) so weit einschränkte, dass es zum Tode kam. Davon ist jetzt keine Rede mehr. Statt dessen soll jetzt eine „ausgeprägte Tumorkachexie bei ausgedehntem metastasierenden Tumorleiden“ die Todesursache sein. Diese 180-Grad-Kehrtwende in der Beurteilung der Todesursache ist der Mainzer Pathologen-Clique durchaus bewusst. Sie wird mit unverständlichen griechischen Fremdworten wie „Tumorkachexie“ (allgemeine Abmagerung) vertuscht. Mehr noch: Um bei diesem haarsträubenden Manöver juristisch unangreifbar zu bleiben, fügen sie die aus dem Amerikanischen entlehnte und im Deutschen völlig unübliche juristische Floskel „ohne vernünftigen Zweifel“ (without reasonable doubt) ein.
- Der in dem vorläufigen Untersuchungsbericht beschriebene „riesige Tumor“ im linken Brustraum wird mit keinem Wort mehr erwähnt. Statt dessen soll es sich nach dem jetzt vorgelegten Bericht um ein sogenanntes „Konglomerat“ handeln. Dieser vage und waghalsige Begriff – diesmal aus dem Lateinischen („Ansammlung“) – sagt de facto gar nichts aus. Hätte es sich bei der Masse in Dominiks Brust eindeutig um eine Tumormetastase gehandelt, dann hätten die Mainzer Pathologen weder im November noch jetzt auch nur eine Sekunde gezögert, diese Diagnose klar zu stellen. Was sie davon abhält, so dreist zu lügen, ist offenbar die von den Eltern veranlasste Zweitobduktion. Denn die mit ihr verbundene, unabhängige Gewebsuntersuchung ergab eindeutig, dass der vorhandene rechte Lungenflügel voll funktionsfähiges Lungengewebe aufwies und damit die zahlreichen zu Dominiks Lebzeiten vorgenommenen Untersuchungen bestätigte.
- Dass in Dominiks Körper Krebszellen vorhanden waren, ist eine Binsenweisheit. Wie die durch die Eltern jetzt freigegebenen Röntgenbilder vor und nach fünfzehn Zyklen Chemotherapie an der Uniklinik Münster beweisen, sind die Tumormetastasen in Dominiks Leber und Lunge während der Chemobehandlung geradezu explodiert.
Offensichtlich traut die Staatsanwaltschaft Koblenz inzwischen den Mainzer Pathologen auch nicht mehr. In ihrer Presseerklärung kündigt sie ein weiteres Gutachten an, das prüfen soll, ob die „ärztlichen Maßnahmen“ während der Behandlung des kleinen Dominik „sachgerecht“ waren. Es ist höchste Zeit, dass hierdurch die haarsträubenden Vorgänge an den Krankenhäusern Münster, Pirmasens, Kirchen sowie der sogenannten „Villa Medica“ aufgeklärt werden. |